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Städtepartnerschaft
Wiesbaden - Ocotal

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Nachruf

Eine Aktive der ersten Stunde fehlt

Waltraut Großnick war bereits 1983 das erste Mal in Nicaragua / „Paloma“ viele Jahre in Ocotal engagiert

Wiesbaden. Waltraut Großnick ist tot. Die langjährige Aktive des Partnerschafts- vereins Nueva Nicaragua starb in der Nacht vom 12. auf den 13. Mai. Sie wurde zuvor einige Monate von ihrem Lebenspartner Johannes Riehm liebevoll betreut. Die am 3. Dezember 1942 Geborene, die in der Partnerstadt Ocotal „Paloma“ genannt wurde, ist dort noch heute in bester Erinnerung, wie spätere Besucher immer wieder erfuhren. Waltraut und Johannes waren 1986 zum ersten Mal in Ocotal. Das Städtchen ist in Nordnicaragua an der Grenze zu Honduras gelegen. Waltraut erzählte gerne, wie sie zu ihrem zweiten Namen Paloma (Taube) gekommen war: „An einem der ersten Tage unserer Brigade in Ocotal 1986 saßen wir in einer Kneipe mit einem Einheimischen zusammen. Er schenkte mir ein Gedicht und den neuen Namen Paloma, da Waltraut schwierig für Nicas auszusprechen war. Der Name blieb mir auch bei meinen späteren Besuchen, die regelmäßig stattfanden, erhalten.“

     Bereits 1983, vier Jahre nach dem Sieg der Revolution 1979, hatten die Beiden einen Freund von Johannes, der an der Uni in der Hauptstadt Managua Informatik unterrichtete, das Land besucht.  Schon damals sei der Wunsch aufgekommen, die Entwicklung zu begleiten und das bitterarme Land zu unterstützen. Als Johannes 1984 nach Wiesbaden zog, wurde er auf den im Februar gegründeten Verein Nueva Nicaragua aufmerksam. Beide engagierten sich dort. Waltraut schrieb für das Info des Vereins und Johannes ist seit 1986 für IT und Finanzen zuständig. Auch haben sie seinerzeit laut Johannes angefangen, eine Zisterne

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für den Schulgarten des Kinder- und Jugendlichenprojekts zu bauen.

      Waltraut und Johannes waren über die Jahre immer wieder mit vom Verein veranstalteten Bürgerreisen vor Ort, um die Projekte zu besuchen. Daneben engagierten sie sich am Stand des Vereins beim Internationalen Sommerfest der Stadt Wiesbaden oder bei anderen diversen Veranstaltungen.

Waltraut unterrichtete hauptberuflich an einer Schule in Flörsheim Englisch und Französisch.  Dort lernte sie auch Johannes kennen, der Mathematik und Physik für einige Zeit lehrte. Waltraut hatte die Aufgabe, beim Dienstantritt ihn „unter ihre Fittiche zu nehmen“, wie Johannes rückblickend schmunzelnd erzählt. 

     Waltraut wird dem Verein schmerzlich fehlen, vor allem ihre Klugheit und ihre Besonnenheit bei Diskussionen und ihre Warmherzigkeit.

     Wir trauern mit Johannes und allen Angehörigen um unsere Freundin und wünschen viel Kraft. 

Adelheid Omiotek

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 Grupo Ocotal Vereinstreffen 

Unsere regelmäßigen Vereinstreffen finden statt im

Bürgerhaus Sonnenberg, Sitzungsraum

König-Adolf-Str. 6

65191 Wiesbaden-Sonnenberg

Termine: 

jeden 2. Donnerstag im Monat um 19 Uhr

Bei Teilnahmeinteresse:  

Bitte rechtzeitig anmelden unter: info@nueva-nicaragua-wiesbaden.de



   1984,


also vor nunmehr 40 Jahren, ist unser Verein Nueva Nicaragua gegründet worden. Es waren bewegte Jahre, in denen Projekte zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in Ocotal angestoßen wurden. In der Folge sind Spendengelder dorthin geflossen und Freiwillige aus Wiesbaden, aber auch aus anderen Regionen der Republik haben in den Projekten gearbeitet. Vor allem haben junge Leute ein anderes Leben und gleichaltrige Jugendliche kennengelernt und Freundschaften geschlossen. Zu den Projekten gehörten die Kinderund Jugendbibliothek Las Abejitas, der Kindergarten CDI, das Altenheim, die Montessori-Schule, aber auch das Frauenhaus oder der Jugendzirkus, die Gewährung von Stipendien, die Verbesserung der Trinkwasserversorgung, zudem die Unterstützung von Radio Segovia. Manche Einrichtungen gingen inzwischen an den Staat, etwa die Montessori-Schule oder

der Kindergarten, andere werden noch immer von unserer Partnerorganisation INPRHU betreut und mit Spendengeldern von unserem Verein (teil-) finanziert, wofür die Partnerorganisation in Ocotal äußerst dankbar ist. Das Ganze ist jedenfalls ein Grund zum Feiern. Wir freuen uns auf Freunde und Freundinnen, die den Verein ein Stück des Weges begleitet haben. Unterhalten wird uns am Nachmittag des 11. August bei hoffentlich bestem Sommerwetter im Heidehäuschen in Wiesbaden das 2018 gegründete CelloDuo. Elias Hauth (links) und Leo Stoll (rechts), die inzwischen studieren, spielen Rock, Pop und Klassik. Sie haben an der Wiesbadener Musikund Kunstschule ihr Instrument gelernt und wirken bei vielen verschiedenen Orchesterprojekten mit. Das Duo hat bereits eine CD veröffentlicht und verfügt über eine ansehnliche Anhängerschaft. Genauere Angaben zum Fest folgen später (om).

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         Zirkus-Festival in Granada

 

 

 

​​​​​

 

aus dem Inhalt:

S. 1 

Editorial

Adelheid Omiotek

 

Ocotal 2025 – ein Reisebericht

Der nachfolgende Bericht, der Eindrücke einer Reise nach Ocotal

im Jahr 2025 wiedergibt, wurde von der Redaktion bearbeitet. Die

Verfasser des Reiseberichts möchten ungenannt bleiben.

 

S. 7

Anno 1975 –Start von Fair Trade im Biebricher Parkfeld

Von Gisela Keßler

Marktfrau Keßler begann mit dem Verkauf von fair gehandeltem Kaffee im Parkfeld – was wurde daraus?

 

S. 8

Noticias de Ocotal

Von Radio Segovia, übersetzt von Adelheid Omiotek

Radio Segovia, der von den Sandinisten gegründete Radiosender mit Sitz in Ocotal meldet folgendes aus der Wiesbadener Partnerstadt

 

S. 10

Spendenaufruf

Zum 30-jährigen Bestehen
der Städtepartnerschaft
Wiesbaden - Ocotal
im Jahr 2020:
die Hymne aus Ocotal
ist immer noch anrührend.

Das Lied Solidarität unter Geschwistern hat Victor Manuel Ramírez Rodriguez, Gitarrenlehrer der Bibliothek Las Abejitas, geschrieben. Text übersetzt von Florian Pielert.

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Und unsere Antwort auf die liebevollen Grüße aus Ocotal bei der Corona-Webkonferenz mit vorzüglichen Wiesbaden-Ansichten:

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Info Inhaltsverz

Ziele, Vision & Chronik

Unsere Projekte in Ocotal

Helft uns helfen!

Aus unserem Vereinsleben

Aus unserem Vereinsleben

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Projekte

OCOTAL

Städtepartnerschaft mit Wiesbaden

LAGE

Ocotal ist im Norden Nicaraguas an der Mündung des Dipiltoflusses gelegen. Zur Grenze Honduras sind es gut 20 Kilometer über die Panamericana, zur Hauptstadt Managua 225 Kilometer. Die Entfernung zur Partnerstadt Wiesbaden beträgt über 9000 Kilometer. Der Ort liegt 600 m über dem Meer, umrahmt von den segovianischen Bergen.

EINWOHNER

Rund 50 000. Ocotal ist eine Stadt der Jugend mit den typischen Schwierigkeiten lateinamerikanischer Länder mit schwacher Infrastruktur wie fehlender Wasserversorgung. Probleme sind zudem fehlende Bildung und familiäre Gewalt.

KLIMA

Subtropisch, relativ trocken. Die Temperaturen liegen ganzjährig bei 18° bis 30° C. Die Regenzeit dauert normalerweise von Juni bis Oktober.

WIRTSCHAFT

Ocotal ist Handels- und Verwaltungszentrum des Departments Nueva Segovia. Kaffeeanbau und dessen Verarbeitung sowie Holz- und Tabakwirtschaft sind wichtige Bereiche. Das wirtschaftliche Leben findet vielfach auf der Straße statt: Nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch Fleisch und Fisch, Haushaltswaren, Spielzeug und Kleidung werden dort angeboten.

GESCHICHTE

Erste Ansiedlung spanischer Eroberer um 1690.

1847 erster urkundlicher Beleg des Namens Ocotal. Die Revolution von 1979 hat die jahrzehntelange Somoza-Diktatur im gesamten Land beendet.  Ocotal ist Sandino-Land. In den 1920er Jahren war Ocotal eine Hochburg der Armee von Augusto César Sandino.

Partnerstadt Ocotal
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